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18. Juni 2026 · 10 Min. Lesezeit

Von Café Corner bis heute: die Modular Buildings

2007 startete mit dem Café Corner eine Reihe, die das Sammeln für Erwachsene neu definierte. Die Geschichte, die Traditionen und der Markt der Modulars.

Als LEGO 2007 das Café Corner (10182) veröffentlichte, ahnte kaum jemand, dass hier eine der wichtigsten Produktreihen der Firmengeschichte startete. Ein Eckhaus mit Hotel, über 2.000 Teile, kein einziges Play-Feature - das war damals radikal. Heute sind die Modular Buildings das Rückgrat unzähliger LEGO-Städte und einer der verlässlichsten Sammlermärkte überhaupt.

Ein Set für Erwachsene, als es das offiziell noch nicht gab

Designer Jamie Berard entwickelte das Café Corner ausdrücklich mit Blick auf erwachsene Fans - zu einer Zeit, als „AFOL“ bei LEGO gerade erst als Zielgruppe entdeckt wurde. Fassadendetails statt Funktionen, gedeckte Farben, realistische Proportionen: Das Café Corner bewies, dass sich anspruchsvolle Architektur verkauft. Der Grundstein für die heutige Icons-Welt der Erwachsenensets wurde hier gelegt.

Mit dem Green Grocer (10185) folgte 2008 der bis heute vielleicht beliebteste Modular: das sandgrüne Stadthaus mit Feinkostladen, Erker und Innentreppe. Zusammen mit der Market Street (10190) bildet dieses frühe Trio den heiligen Gral der Reihe - entsprechend selten und teuer sind die Sets heute.

Traditionen, die Sammler lieben

Die Reihe pflegt eiserne Traditionen: Pro Jahr erscheint genau ein neues Gebäude. Alle Modelle stehen auf 32×32-Grundplatten und verbinden sich über Technic-Pins zu einer Straßenzeile. Gedruckte Teile statt Sticker gehören ebenso dazu wie liebevolle Easter Eggs - immer wieder verstecken die Designer Anspielungen auf frühere Modulars und die LEGO-Geschichte in den Gebäuden. Zum zehnjährigen Jubiläum 2017 gab es mit dem Assembly Square (10255) sogar ein Doppelgrundstück voller Referenzen.

Der Sammlermarkt: verlässlich, aber nicht mehr wild

Frühe Modulars gehören zu den erfolgreichsten LEGO-Investments aller Zeiten: Ein versiegeltes Café Corner wird heute deutlich im vierstelligen Bereich gehandelt - gemessen am damaligen Neupreis eine Vervielfachung. Bei neueren Modulars sind die Sprünge moderater geworden, das Muster aber bleibt: Nach dem EOL ziehen die Preise zuverlässig an, weil jedes Jahr neue Stadtbauer die Reihe komplettieren wollen. Wer sammelt, kauft am entspanntesten kurz vor dem Auslaufen mit Rabatt.

Modulars in der eigenen Stadt

So schön eine Modular-Straßenzeile im Regal ist - richtig lebendig wird sie erst in einer Stadt. Drei Ideen: Erstens die Gebäude nicht bündig aneinanderreihen, sondern gelegentlich eine schmale Gasse lassen; im City-Hub zeigen wir, wie daraus ein eigenes kleines Biotop wird. Zweitens die Rückseiten ausbauen: Hinterhöfe, Feuertreppen und Müllcontainer machen aus Kulissen Gebäude. Drittens Beleuchtung - kaum eine Set-Kategorie profitiert so sehr von LEDs wie die detailverliebten Innenräume der Modulars.

Wer heute einsteigt, muss übrigens nicht mit den teuren Klassikern beginnen: Das jeweils aktuelle Gebäude plus ein, zwei jüngere EOL-Modelle ergeben bereits eine glaubwürdige Straßenecke. Und sollte LEGO irgendwann ein frühes Modular neu auflegen - nach dem Sammlermarkt-Kapitel dieses Artikels wüsstest du dann ja, was das für die Originalpreise bedeuten kann.

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